Der ReintalerhofAbschnitt 1Von den ersten Quellen bis 1910Letzte Aktualisierung: 22. 01. 2026 |
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1640Die Einöde Reintal wird vermutlich schon vor 1640 bestanden haben. Sie gehörte ursprünglich zum Gericht Mittenwald.
1700Um 1720 war Blasius Seitz der Besitzer des Anwesens, nach ihm sein Sohn Vitus Seitz. 1743 kam das Anwesen zum Kloster St. Anton über Partenkirchen. Vermutlich um diese Zeit erhielt der Reintaler Hof, also der damalige Reintalbauer sein späteres Aussehen.
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Von ca. 1740 bis 1760 war Gabriel Karg der Eigentümer, danach Johann Pfeiffer. Ab ca. 1816 bis ca. 1840 gehörte der Hof seinem Sohn Johann Georg Pfeiffer.
Links das Wappen der Familie Pfeiffer aus dem Jahre 1741. |
1800 |
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Im Churbaierischen Regierungsblatt Nr. 18 4. Mai 1803 findet sich in einer Anzeige des churfürstlichen Landgerichts Wertenfels folgender Eintrag aus dem Kirchenbuch der Pfarrei Partenkirchen: 1802 Gestorbene: Einöde Reinthavoml, 1 männlicher Erwachsener |
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Im Zusammenhang mit der Erstbesteigung der Zugspitze am 27.08.1820 durch Josef Naus, taucht auch der Reintaler Hof auf. Denn der Offizier Naus wurde von seinem Messgehilfen Maier und dem einheimischen Bergführer Johann Georg Deuschl begleitet. Dieser war Knecht im Reintaler Hof. Josef Naus wollte auf ihn nicht verzichten, da er bereits am 21. Juli bei seinem ersten Versuch der Zugspitz-Eroberung ohne Bergführer scheiterte.
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1834 verfaßt der "Doktor der Medicin, Chirurgie und Geburtshilfe, praktischer Arzt zu München und einiger gelehrter Gesellschaften Mitgliede", Dr. Georg Ludwig Dieterich (Ditterich) ein Buch zum "Kanizen Brunnen", bzw. dem Kainzenbad. Ein höchst vergnüglich zu lesendes Werk, das uns viel über die damaligen Badekuren erzählt. Sein Buch "Der Kanizer Brunnen in Partenkirchen nebst seiner Umgebung" unterteilt er in einen Topographischen Teil, einen naturgeschichtlichen Teil und einen medizinischen Teil. Der tüchtige Arzt schlägt natürlich auch Ausflüge in die Umgebung vor und beschreibt die Ankunft und den Aufenthalt beim Reintalbauern. |
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1835 erschienen in den Bayerischen Annalen, Franz Oberst liefert dort in einer brieflichen Mitteilung vom 26. September 1834 eine Beschreibung der Bewohner des Reinthalerhofes:
„Die Lage dieses niedlich gebauten Bauernhofes biethet keine ferne Ausicht; wohl aber etwas Erhebendes, welches nur von dem gefühlt werden kann, der längere Zeit im Hochgebirge zubrachte…..“
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Im Deutschen Hausbuch 1846, herausgegeben von Guido Görres, findet sich ein Bericht von August Einsele über eine Zugspitzbesteigung 1835 sowie ein Nachtrag zu einer Besteigung im Jahr 1843. Bei der Besteigung 1843 wird der Schafhirt Peter Pfeif(f)er erwähnt, der schon im August 1843 einen Zugang zur Zugspitze erforscht haben soll. Die Besteigung startet dann am 9. September, Mittags 12.00 Uhr. Teilnehmer sind als Führer Peter Pfeifer, Forstmeister von Schulze, Revierförster Bomhard, Forstamtsaktuar Murr, Forstwart Neuer und Forstpraktikant Baron von Krailshaim. Ergänzt um zwei Träger, die Herren Grasecker und Rieger. Am nächsten Tag wurde dann glücklich der Gipfel der Zugspitze erreicht. |
Im Jahr 1892 erscheint im Alpenfreund ein Artikel von Max Schulze mit einer Einleitung zu einer Beschreibung der Zugspitzbesteigung seines Vaters im Jahre 1843. Dieser Bericht ist mit Abbildungen der Situation an der Zugspitze um 1891 illustriert. Albert Schulze beschreibt, wie die Expedition mit dem Führer Peter Pfeiffer vom Reinthaler Hof aus aufbricht und den westlichen Zugspitzgipfel erreicht. |
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Nach 1840 geht der Hof an den Bruder von Johann Georg Pfeiffer, Peter Pfeiffer über, der 1849 die Maria Helena Kleisl heiratet. |
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1845 erscheint der zweite Teil des fünfbändigen Werks: Auf den Seiten 251 bis 252 erwähnt er mehrmals den Reinthalhof als Ausgangpunkt für Wanderungen ins Reintal, nach Ehrwald, zum Teufelsgsass und über das Kreuzjoch nach Partenkirchen. |
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Der Pfarrer und Meteorologe Christoph Ott organisiert wohl um 1853 eine "Subcription" um endlich ein Kreuz auf den höchsten deutschen Gipfel zu stellen. Vom 11. bis 13. August 1853 unternimmt eine Gruppe unter der Leitung des königlichen Forstwarts von Graseck Karl Kiendl eine "Expedition" auf die Zugspitze, um das "vergoldete Eisen-Zylinder-Kreuz" auf der Zugspitze zu errichten. Ein offizieller Teilnehmer war
Peter Pfeiffer vom Reintalerhof. Die Expedition gelingt und seither ist auf Deutschlands höchsten Berg das weltbekannte Kreuz zu bewundern. Beim Abstieg von der Zugspitze kommt es zu einer gefährlichen Situation, weil der Schnee tagsüber weich geworden war und ein Abrutschen der Schneemassen samt der Expeditionsteilnehmer zu befürchten war. Der Reintalbauer Peter Pfeiffer untersucht mit drei anderen den Schnee und gibt dann Entwarnung und stapft selbst voran und tritt Stufen in den Schnee für die folgenden Zugspitzbegeher. |
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Der Reinthal Bauer um 1860 auf einer Lithographie von A. Kappis.
GARMISCH-PARTENKIRCHEN. - Reintal. "Der Rheinthaler Bauer". Schöne Ansicht von Alm und Bergmassiv. Lithographie mit Tonplatte von A. Kappis nach G. von Bezold bei Mey & Widmayer, um 1860 Aus der seltenen Folge "Bayerisches Hochland". Das Blatt ist beim Buch- und Kunstantiquariat Peter Bierl erhältlich. |
1863 erscheint in der Fleischmanns Buchhandlung in München das Werk von Johann Nepomuk Ingerle, Bayerns Hochland zwischen Lech und Isar. Darin beschreibt er die Wanderung zum Reintal Bauern. Er schreibt: "Um mühelos einen tiefen, vollständigen Blick in die Alpenwelt, in's eigentliche Hochgebirg mit all' seinen Schrecknissen werfen zu können, pilgere man in das vordere Rainthal zum Rainthaler Bauern." Und weiter: " Beim Raintaler ist gewöhnlich das Nachtlager der Bergwanderer. Mit dem ersten Morgengrau blickt man erwartungsvoll hinaus, ob der Himmel heiter geblieben ..." |
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1870 erscheint das Buch "Das Oberammergauer Passionsspiel mit den Passionsbildern von A. Dürer" von Franz Schöberl im Verlag der Krüll'schen Buchhandlung Eichstätt & München. Pfarrer Franz Schöberl beschreibt darin auf den Seiten 81 bis 83 die Wege rund um den Rainthalbauern. |
Hermann von Barth erwähnt in seinem, 1874 erschienen Buch "Aus den Nördlichen Kalkalpen" mehrmals den Reintaler Hof, den er, der Zeit entsprechend, als Rainthaler Hof bezeichnet. Im Kapitel "XXV. Der Waxenstein: aus dem Höllenthale an den Eibsee" schreibt er: Im Kapitel "Peter Klaisl vom Rainthaler Hof" berichtet H. v. Barth Im Kapitel "Der Hoch-Blassen"schreibt er: Und weiter schreibt er im Abschnitt "Ueber die Bernadin-Alpe zur Scharte des Gassenthales" Im Kapitel "Mondnacht auf dem Pass Fern (Fernpaß)" schreibt er: Auf den verschiedenen Ansichtskarten aus dieser Zeit wird der Begriff des Reintaler Hofs und des Reintalbauer, oder auch Rainthaler Hof, bzw. Rainthalbauer verwendet. Die folgenden Abbildungen zeigen den Reintal Bauern, also den Bauernhof des Reintalbauern, am Ende des 19. Jahrhundert. |
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Der Hof des Reintal-Bauern in einer historischen Landkarte |
Der Reintaler Hof um 1870 |
Vermutlich die gleiche Aufnahme wie das Bild oben, aber mit etwas größerem Bildausschnitt. |
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"Taghell lag die Vollmondnacht über dem Felsengrund. So schrieb der Schweizer Schriftsteller Walther Siegfried schwärmerisch in seinen Lebenserinnerungen "Aus dem Bilderbuch eines Lebens - Band 2" über die Sylvesternacht 1887/88, die er mit den zwei Malern Ernst Kreidolf und Wilhelm Balmer auf dem alten Reintaler Bauernhof verbrachte. Auf ingesamt 15 Seiten beschreibt er seine Zuneigung und Faszination zur Magd Veva, die beim Reintalbauern in Dienst ist. Insgesamt ist ein wohl ein Techtel-Mechtel mit verschiedenen Knechten und einem, dunklen Bösewicht und Wilderer, der der armen Veva in Partenkirchen auflauert. Und dann ist die Veva eines Tages verschwunden ... |
Im Hergottswinkel des Reintaler Hofs. |
Von Wilhelm Balmer finden sich in der Burgerbilbliothek in Bern zwei weitere Zeichnungen von Silvester 1887. |
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Links der Ausschnitt aus einem Sammelblatt mit dem Titel Bilder von einer Besteigung der Zugspitze in Bayern Veröffentlich ca. 1891 Das ganze Blatt wird mit Klick auf den Ausschnitt sichtbar. |
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Der Reintaler Hof um ca. 1890. |
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1897 |
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1897 wird der Josef Resch aus Partenkirchen beauftragt, einen Plan für ein Waschküchengebäude zu erstellen, "nebst der (eingefügt: bereits) erbauten Villa des Hochwohlg. Hr. Alfred Stöcker kgl. Hofprediger (Erbauer)" Im Geländeplan steht "Im Ausbau begriffene Villa des ...". |
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Über 100 Jahre später bekomme ich diese Vignette. Aus einer "Serie Schweizer Alpen". |
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1900 |
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Ein Druck von 1901 mit einer Aufnahme des Rheinthaler Bauern |
Der Reintal-Bauer auf einer Postkarte, wohl um 1900. |
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Bei dieser Karte gibt es eine neue Variante in der Schreibweise: |
Hier eine etwas andere Ansicht des Reintalbauern gegen die Alpspitze. |
Der Reintalbauernhof mit der Alpspitze. |
Der Reintalbauer auf einer Ansichtskarte, die 1924 gelaufen ist. |
Und die Geschichte des Reintaler Bauernhofs geht weiter ... Bei Martin Schöll lesen wir: Bereits im Jahre 1897 war 15 m höher und nördlich des Bauernhofs das Hospiz gebaut und im Jahre 1906 durch einen Anbau mit einem großen Eßsaal erweitert worden. Es hatte die Haus-Nr. Reintal 2. Es sollte zunächst als Pension für junge Mädchen dienen: da sich aber auch viele ältere Freunde aus der Stadt anmeldeten, wurde ein allgemeines „Christliches Hospiz“ daraus, das von Mai bis Ende September geöffnet war. Um 1895 war Fräulein Rosenkranz die Hausmutter des Reintal Hospiz.
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Eine Rarität für eine Postkarte - Ein äußerst umfangreicher Text: "18. Juli 99 Seid herzinnigst gegrüßt |
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Eine private Aufnahme: 1906 war Adolf Stoecker zum letzten Mal am Reintaler Hof, auf seinem Bauernhof. |
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Ein Bericht zum Reintaler Hof und Hospiz erscheint Jahre später, nachdem Adolf Stoecker den Bauernhof erworben und das Hospiz hat erbauen lassen. Im Christlichen Volks-Kalender 1918 der Diakonissen-Anstalt zu Kaiserswerth wird das Leben und Wirken von Adolf Stoecker auf 48 Seiten beschrieben. Eine Aufnahme des Reintalerhofs und des Hospiz sowie ein Bild Adolf Stoeckers mit Familie werden abgedruckt. |
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Das Hospiz um 1900, noch ohne Anbau. |
Auf dieser Karte ist die Ostseite des Hospizes zu sehen. |
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Urlaubsschicksale schon um 1900. Der eine will/muss in die Berge, der andere nach Norden an die See! Dem kleinen Herrn Kurt Richter Mein lieber Kurt! |
Nochmals eine Postkarte, jetzt mit einem größeren Abstand zum Hospiz |
Hier eine Postkarte mit der Ansicht der Westseite. |
Im März 2011 schreibt mir Helmut Sarnow: "Seit meiner Kindheit habe ich ein großes Ölbild vom Reintalerhof inmitten der Alpenlandschaft vor Augen, das mich immer fasziniert hat. Die dem Gemälde zugrundeliegende Postkarte kann wohl diese handcolorierte Karte etwas weiter oben gewesen sein.
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Im Januar 2026 wird diese dreiteilige Karte bei einem Auktionshaus angeboten. |
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1901 |
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1901 erscheint Meyers Reisebücher, Deutsche Alpen, 1. Teil. |
Am 27. 08. 1902 wird diese Karte an Frl. Käthi Bader in der Bahnhofstr. 43 in Garmisch geschickt. (Objektnummer 2216 - Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
1905 |
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Der Zustrom an Besuchern und Gästen im christlichen Hospiz im Reintal nimmt immer mehr zu. Daher entschließt man sich im Lauf des Jahres 1905 ein Blockhaus, anschließend an das Hospiz zu erbauen. Der Bauantrag mit Bauplan, wird im Oktober 1905 eingereicht, |
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Der gesamte Plan mit den verschiedenen, detailreich gezeichneten und farbigen Ansichten und den Grundrissen. |
| Und schon am 10. Juni 1906 wurde die Fertigstellung des Baus im Amt gemeldet. |
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Das Erdgeschoss und rechts der Übergang zum bisherigen Hospiz. |
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Der erste Stock mit den Zimmern und dem WC im Treppenhaus. |
Im Keller gibts noch einen Raum "Für Personal" und einen Bierkeller.
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Der Reintalbauer um 1902 mit Blick auf das Hospiz.
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Ein Karte, die 1905 an Frieda Seeck in Lübeck geschickt wurde. Im Vordergrund sind zwei Muli-Führer mit vier Mulis und Proviant auf dem Weg zur Zugspitze zu sehen. |
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Eine Karte an Frl. Martha Steinbach in der Chemnitzer St. 33 in Meerane.
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Im Reiseführer von Leonhard Wenzel (Hrsg.) "Partenkirchen, Garmisch, Kainzenbad und Umgebung" erscheint 1905 diese Anzeige für das Hospiz Rainthal von A. Stoecker. |
Blick auf das christliche Hospiz um 1905. (Objektnummer 2216 - Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Diese Karte geht 1905 nach Berlin. Die französisch schreibende Absenderin schreibt: "Liebes Fräulein! Ich bin gestern mit der Bahn angekommen. Meinen Mann habe ich in Berlin zurückgelassen. Morgen werde ich das Hospitz wieder verlassen und nach München fahren. Liebste und herzlichste Grüße." (Objektnummer 2216 - Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Im "Deutschen Volksblatt von 1905 wird der Reintalerhof bei Partenkirchen" abgebildet, "das Besitztum des Hofpredigers Stöcker". |
Hier eine in englischer Sprache geschriebene Postkarte: "This is Mr. Stoecker's hospice (Objektnummer 2216 - Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Hospiz Reintal mit Wettersteingebirge (Objektnummer 2216 - Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
1908 |
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Im Januar 2021 erreicht mich ein Brief mit dem Prospekt des Hospiz Reinthal. Der Prospekt stammt vermutlich aus dem Jahre 1908/1909, da darin die in 1910 zu eröffnende Haltestelle Kainzenbad der Mittenwaldbahn erwähnt wird. Eingestempelt auf der Vorderseite ist der Vermerk: Besitzerin: E. Mumm. Gedruckt wurde der Prospekt von der Vaterländischen Verlags- u. Kunstanstalt Berlin. Ein Unternehmen, das zum Einflussbereich von Adolf Stoecker gehörte. Die Verpflegung kostete 4 Mark pro Tag. Enthalten waren darin ein Frühstück von 1/2 7 bis 9 Uhr, bestehend aus Milch, Kakao, Kaffee, Tee nach Wahl mit Brot, Butter, Honig und Marmelade. Mittags um 1/2 2 Uhr gab es Fleischsuppe, Gemüse mit Beilage oder Fisch, Braten mit Salat oder Kompott und süße Speise. Am Nachmittag wird, meist im Freien, der Kaffee eingenommen. Das Abendessen fand um 1/2 8 Uhr statt und bestand aus warmer und kalter Fleischplatte sowie Butter und Käse und Tee. Sehr ausführlich wird in dem Prospekt das Hospiz beschrieben und beworben. Den gesamten Prospekt gibt es hier. |
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1909 erscheint in der Zeitschrift für Schwachstromtechnik, Zentralblatt für Telegraphie, Telephonie, elektr. Signalwessen, elektr. Apparaten- und Messkunde und verwandte Gebiete, III. Jahrgang, Heft 24, auf Seite 665 ein Betrag zu den "Telephonstationen auf den bayerischen Bergen". Darin wird "der Betrieb des für Hilfeleistungen wertvollen Telephons im Reintalerhof gesichert". |
1906 wurde unmittelbar westlich hinter dem Hauptbau ein zweites Gebäude errichtet, in dem ein großer Speisesaal untergebracht war. |
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Das Hospiz nun mit dem neuen Speisesaal-Anbau um 1910. |
Hospiz mit Anbau und der Bauernhof auf einer Aufnahme. |
Das Hospiz im Winter. |
Gastzimmer |
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Das Wohn- und Musikzimmer |
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Am 11. März 1909 wurde diese Postkarte in Berlin verschickt, also kurze Zeit nach dem Tod Stoeckers. Die Postkarte wurde an Herrn Lieber Schwager. Hoffentlich wirst auch Du von diesem Mann in letzter Zeit etwas
gelesen haben , er war der Anführer unserer
Partei(Christlich Sozial) alles übrige
im Brief. Besten Gruß an Mama,
Willi und kleine Bertha u.Mutter |
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Die Urenkelin von Elisabeth Kähler und Reinhard Mumm, Frau Maike Mumm, schreibt mir zu dieser seltenen Aufnahme oben: Die o. a. Fotografie könnte bei diesem Verlobungs-Ausflug entstanden sein, verwunderlich ist nur, dass das frisch verlobte Paar nicht zusammen darauf
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1936 erscheint von dem oben erwähnten Paul Le Seur das Buch: "Adolf Stoecker - der Prophet des Dritten Reiches. |
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Diese Karte wurde am 2. September 1909 an den Herrn Pfarrer Margraf in Hüffelsheim verschickt. Der Absender beklagt ein anhaltendes Regenwetter mit großer Kälte. Er will aber dennoch eine Woche aushalten. |
Hier eine Postkarte von der Restauration Partnachalm in der Wildenau. Hier kamen die Besucher des Reintalerhofs vorbei, wenn sie den Weg durch die Klamm nahmen - und vielleicht habe sie hier auch eine kleine Stärkung genommen, bevor es richtig ernst mit der Wanderung wurde. |
1910 |
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Der Reintal-Bauer, wohl um 1910. |
Im Oktober 2020 erzählt mir Frau Kathi Diepold von ihrer Mutter, Frau Bartl, die vom Hannesle Bauer, Vordergraseck, kommt. 1922 - 1923 ist Frau Bartl mit ihrem ein Jahr jüngerem Bruder als Verwalterin auf dem Bauernhof. 35 RM bekommt sie dafür monatlich. Knecht und Dirne je 30 RM. |
Der durch verschiedene Grundstückskäufe auf über 40 ha angewachsene Besitz ging an die Nichte und Pflegetochter des Ehepaars Stoecker, Elisabeth Mumm über, deren Mann, der Reichstagsabgeordnete der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) Reinhard Mumm das Hospiz Reintalerhof bald Männern der christlichen Arbeiterbewegung zugänglich machte. |
Über die Zeit des Adolf Stoecker auf seinem Reintalerhof gibt es eine ausführliche Beschreibung im Buch: "Adolf Stoecker; von Max Braun; In neuer Bearbeitung durch Martin Braun; Ernst Röttgers Verlag, Berlin; |
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Eine Karte vom Reintalbauer, verschickt im Januar 1910. Lieben Alle |
Hier eine, vom Alter vergleichbare Karte des Reintaler Bauern im Winter und wie es scheint, unbewohnt. Die Karte wurde als Unsere bayerischen Alpen angeboten und verkauft. Herausgeber war der Verlag Künstlerischer Alpenkarten, München, Nymphenburgerstr. 70 |
1910 finden in Oberammergau wieder die berühmten Passionsspiele statt. Oberammergau Das Buch kann hier geladen werden. |
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Im berühmten Baedeker, "The eastern Alps" von 1911, in englischer Sprache, finden wir auf Seite 51 eine Beschreibung des Wegs zum Reintal-Hospiz. "To the Reintal-Hospiz (3120 '; 2 1/2 hrs.). Path either through the Der gesamte Baedeker kann hier geladen werden. |
















































































